CD-Rezension / Review / Kritik

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The Dark Element The Dark Element CD Cover

The Dark Element „The Dark Element“

(Frontiers/Soulfood)
Anette Olzon war von 2007 bis 2012 Sängerin der Symphonic Metal-Giganten Nightwish. Zwei fantastische Platten („Dark Passion Play“ und „Imaginaerum“) entstanden in dieser Zeit, die sie mit ihrem Gesang veredelte. Nach dem unrühmlichen Aus musste sich Olzon erst einmal neu orientieren und brachte 2014 ihr atmosphärisches Soloalbum „Shine“ heraus. Nun hat sich die Vokalistin mit dem finnischen Gitarristen und Songwriter Jani Liimatainen zusammengetan, der sich als langjähriger Fan der Schwedin bekennt. Das Resultat jener Kollaboration ist ein echter Erfolg, das Debüt „The Dark Element“ ein enorm eingängiges und mitreißendes Melodic Metal-Werk, das von einer angenehmen Leichtigkeit und gewissen Nonchalance lebt. Die elf Tracks gehen schnell ins Ohr, besitzen einen erfrischenden Pop-Appeal, strotzen aber ebenso vor druckvollen Riffs, catchy, einprägsamen Momenten und Pathos. Okay, hier und da blitzen manchmal bekannte Passagen von Nightwish durch; so erinnert die zweite Nummer („My Sweet Mystery“) stark an „Storytime“. Aber dennoch passt das Gesamtergebnis, da die Scheibe super melodiös, abwechslungsreich und stimmungsvoll ist, die Stücke alle diesen episch-hymnischen Touch mit schönen Synthiespielereien zelebrieren und Anette einfach auch eine verdammt gute Sängerin ist. Ein souveränes Album, das definitiv Lust auf mehr macht und Fans von Nightwish, Stratovarius, Sonata Arctica, Amberian Dawn oder Delain sehr ansprechen dürfte.
Jasmin Froghy

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2018.
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Sunday the 9th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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