CD-Rezension / Review / Kritik

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Empire Of The Sun Two Vines CD Cover

Empire Of The Sun „Two Vines“

(EMI/Universal)
Pop-Alarm! Die Australier Luke Steele und Nick Littlemore verheiraten in Songs wie „Ride“ die Bee Gees mit Daft Punk, tanzen auf der Hochzeit dann aber doch lieber mit The Human League („First Crush“), ehe es auf der Yacht in den Südseeurlaub geht. Tatsächlich wurde ein Teil des Albums auf Hawaii eingespielt. Schätzungsweise unter einer Discokugel und mit einem großen Plastik-Flamingo neben dem Mischpult. Kitsch ist hier kein Vergehen, sondern Teil des Konzepts. Wer allergisch auf Zuckerwatte im Ohr reagiert, sollte einen Bogen um diesen Output machen. Für 80er-Jahre-Anhänger, die schon immer wissen wollten, wie ihre liebsten Lederkrawatten- und Schulterpolster-Helden anno 2016 klingen könnten, öffnet sich mit dem geschmeidigen Wohlfühlschmelz von „Two Vines“ hingegen die Pforte zum Paradies.
Christoph Kutzer

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 12/2016.
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