CD-Rezension / Review / Kritik

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Diabulus In Musica Dirge For The Archons CD Cover

Diabulus In Musica „Dirge For The Archons“

(Napalm/Universal)
Einfach heftig hinreißend, wie kraftvoll und entschlossen visionär hierauf trotz aller prunkvoller Pracht vorgegangen wird! Für das vierte Album zogen die Spanier die Zügel in der Tat straff an. Nach dem 2014er Epos „Argia“ war ja ohnehin vieles drin. Aber dass so viel draus gemacht wurde, erstaunt dann doch sehr. „Dirge For The Archons“ ist herrlich opulenter Symphonic Metal. Erhebende Hymnen mit Kraft und Biss! Auf allen Ebenen intensiver geworden, zelebrieren Diabulus In Musica eine monumentale Epik der Extraklasse. Dabei lassen die fünf Beteiligten sich beileibe nicht auf gängigen Genreschemata nieder, sondern zeigen sich offen und aufgeschlossen auch für eine gesunde Portion an Spannung generierender Modernität. Und genau das lässt umwerfend mächtig inszenierte Nummern wie den vielfältig angelegten Opener „Earthly Illusions“ zu voller Größe aufbäumen. Auch sonst geht die Formation oft mit teils sogar recht bissiger Power Metal-Schlagseite vor. Beindruckend, wie sich die Musik der Band seit dem 2010er Debütalbum „Secrets“ ebenso kontinuierlich wie glaubwürdig und nachvollziehbar immer weiter verbessern konnte. Selbiges gilt 2016 für Sängerin Zuberoa Aznárez, die auf der neuen Scheibe mit viel Liebe, Hingabe und Leidenschaft das große Vokalchamäleon gibt. Magisch komponiert, barsch rhythmisiert, monumental orchestriert und glänzend metallisiert, führt der Fünfer eine operettenhafte Vorstellung auf, die unweigerlich mitreißt. Eine umwerfende Steigerung.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 12/2016.
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Thursday the 16th.
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