CD-Rezension / Review / Kritik

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Devilment II The Mephisto Waltzes CD Cover

Devilment „II - The Mephisto Waltzes“

(Nuclear Blast/Warner)
Dani Filth, allen wohlbekannt als Frontkreischer von Cradle Of Filth, lädt auf dem zweiten Werk von Devilment zum Mephisto-Walzer ein. Bereits auf dem starken Debütalbum „The Great And Secret Show“ zeigte das Quintett mit unheilvollen Liedern die musikalische Pracht der Finsternis. Das wird nun getoppt durch den zweiten Dreher, der ein grandioses Gothic-, Death- und Melodic-Metal-Gemisch anrührt. Das ballert richtig schwungvoll aus den Boxen, und zwar durchgängig bei allen neun Songs. Hier haben die Briten definitiv ihre gute Basis beeindruckend ausgebaut und sich prächtig weiterentwickelt. Die Lieder überzeugen durch Variation und tolle Songstrukturen. Ein Werk, das einen von Minute eins an in den Bann zieht. Da wird mit Härte attackiert, mit Melodien gezähmt und letztendlich mit einer unbändigen Rhythmik sowie Intensität abgeholt. Gerade Filth, der hier seine Shouts nur partiell einsetzt, glänzt mit mächtig-böser Stimme. Der Clou auf dieser Platte ist derweil, dass man Keyboarderin Lauren Francis noch mehr mit ihrem tollen Gesang in die Songs eingebaut hat. Das bringt weitere Vielfalt in die Tracks als auch den passenden Kontrast zu Filth. Zudem überzeugen die prägnaten Riffs, die tolle Metal-Momente über die Platte verteilen. Anspieltipps? Ohne Frage das bärenstarke „Full Dark, No Stars“, „Hitchcock Blonde“, „Under The Thunder“ sowie „Life Is What You Keep From The Reaper“! Eine Platte, die einem einfach nur ein dickes Grinsen ins Gesicht meißelt! Ganz groß!
Erik Rössler

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 12/2016.
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