CD-Rezension / Review / Kritik

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Dark Sarah The Puzzle Cover

Dark Sarah „The Puzzle“

(Inner Wound Recordings/Alive)
„The Puzzle“ nimmt den Hörer mit auf eine aufregende Exkursion an unbekannte, mystische Orte. Es scheint, als sei Sarah in einer Dimension zwischen den Welten gefangen und müsse erst gewisse Aufgaben erfüllen, um sich selbst wieder näher zu kommen; dem Leben an sich wieder näher zu kommen. So mutet die zweite Platte der Ex-Amberian-Dawn-Sängerin fast schon theatralisch an, da die Songs wie einzelne Erzählungen mit einem kompletten Handlungsstrang aufgebaut werden, mit viel Pomp und Pathos, Drama und Tragik versehen sind. Ein epischer Rahmen umschließt alle zehn Stücke, die einerseits mit einer klassischen Gothic Metal-Attitüde und viel Bombast erklingen („Island In The Mist“, „Rain“, „Ash Grove“), dann aber ebenso mit eingängiger Rhythmik und kokettem Düsterpop-Appeal überraschen („Little Men“), um im nächsten Moment in tief melancholische Klangkaskaden hinabzutauchen („Cliffhanger“). Bei dem verführerischen „Dance With The Dragon“ liefert sich Sopranistin Heidi in bester Beauty and the Beast-Manier ein dynamisches Gesangsduell mit JF Leppäluoto von den Northern Kings, welches an eine moderne Version des Phantoms der Oper erinnert, während die Finnin für den riffgewaltigen Powerbrecher „Aquarium“ Charlotte Wessels von Delain an Bord holt. Insgesamt eine wunderbare Symphonic Metal-Scheibe mit verdammt viel Hitpotential, einer zauberhaften Atmosphäre und eingängigen Songs.
Jasmin Froghy

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 12/2016.
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