CD-Rezension / Review / Kritik

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Cesium 137 Rise To Conquer CD Cover

Cesium_137 „Rise To Conquer“

(Metropolis/Soulfood)
Moment mal, handelt es sich bei dem Einstieg („Tempest“) nicht um eine Variation auf die „Suspicious Minds“ eines gewissen Herrn Presley?! Na egal, von irgendwoher werden Vince Guzzardo und Isaac Glendening aus Philadelphia diese Melodielinie schon haben, mit der sie sechs Jahre nach „Science And Sound“ ihr siebentes Album eröffnen. Ein Album, auf dem von der zwischenzeitlichen Härtung im Hinblick auf Beatfrequenz und Haltung - wie noch zu Zeiten des nach wie vor sträflich unterschätzten „Identity“ (2009) - nahezu nichts mehr übrig geblieben ist. Ach was, das „nahezu“ kann man sich angesichts der durch die Bank weg niedlichen, ab und an etwas mollig geratenen Kompositionen („No Contact“) zu leichtfüßig blumigen Arrangements („Killing Time“) gleich schenken. Cesium_137 lassen also jegliche Tiefe vermissen, aber vieles deutet darauf hin, dass sie genau dieses Manko einkalkuliert haben, um ihre Harmlosigkeit möglichst versiert auszuspielen. Meinen Segen haben sie, zumal sich wirklich gravierende Einwände kaum erheben lassen.
Stephan Wolf

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2018.
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