CD-Rezension / Review / Kritik

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Cardinal Noire Deluge CD Cover

Cardinal Noire „Deluge“

(Audiotrauma)
Auch auf dem zweiten Cardinal Noire-Album müssen neun Tracks ausreichen, um die Botschaft der beiden finsteren Finnen an den Mann zu bringen. Dumpfes, akustisches Wirbelschleppen, effektiv-unrhythmisches Drumming, dazu die Nivek-Ogre-Gedächtnis-Distortion – all das katapultiert „Deluge“ directement in den Amilectro-Olymp. Auch weil sich selbst jener, der das Duo noch nicht live erleben durfte, bei Nummern wie „Controlled Addiction“ oder „Useful Idiot“ lebhaft vorzustellen vermag, mit welcher kräfteraubenden Intensität dieser wohl auf einer Bühne dargeboten werden mag. Ja, „Deluge“ merkt man schon sehr deutlich an, wie exzessiv vor allem Fronter Kalle Lindberg seine musikalische Passion lebt. Wort drauf, Cardinal Noire sind Freaks und stehen damit voll in der Tradition ihrer großen kanadischen Vorbilder. Und heizen mit „Deluge“ einmal mehr den zwar längst vollzogenen, aber selten stilsicher umgesetzten Generationenwechsel an.
Marc Urban

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2018.
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2017 Sonic Seducer Magazin

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