CD-Rezension / Review / Kritik

Drucken
Black Label Society Grimmest Hits CD Cover

Black Label Society „Grimmest Hits“

(Spinefarm Records/Universal)
Spoiler-Alarm: Auch wenn der Albumtitel es vermuten lassen könnte, es handelt sich nicht um ein Best Of von Zakk Wyldes Band, sondern um deren regulären Longplayer. Der Einstieg mit einem minutenlangen wabernden Intro zeugt vom gelassenen Selbstbewusstsein bei BLS, immerhin ist es im Rock- und Metalgenre ja inzwischen Usus, zu Beginn ein aufmerksamkeitsheischendes Mega-Riff zu platzieren, damit der Hörer auch ja vom ersten Moment an zuhört. Die Wylde’schen Riffs kommen auf „Grimmest Hits“ natürlich auch angemessen zur Geltung, aber insgesamt präsentiert sich hier ein sehr songdienliches Album ohne viele Schnörkel und viele lange Gitarrensoli. Den ruhigen und bluesigeren Songs wird auch deutlich mehr Platz eingeräumt als auf anderen BLS-Alben, hier stechen „All That Once Shined“ und „The Day That Heaven Had Gone Away“ mit ihrer emotionalen Tiefe und schwermütig-schönen Melodien hervor. Sicherlich gibt es auf „Grimmest Hits“ auch Raum zum Headbangen („Seasons Of Falter“, zum Beispiel, in dem gegen Ende auch ganz formidabel geshreddet wird), aber es ist kein klassisches Heavy-Album. Aber es ist gut.
Masi Kriegs

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2018.
Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button
Monday the 16th.
2017 Sonic Seducer Magazin

©