CD-Rezension / Review / Kritik

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Poppy Ackroyd Resolve CD Cover

Poppy Ackroyd „Resolve“

(One Little Indian/Indigo)
Deutlich weniger experimentell veranlagt als auf ihren bisherigen Veröffentlichungen, dafür jedoch mit einer unmittelbar ansprechenden Verve ausgestattet, begibt sich die Pianistin und Violinistin Poppy Ackroyd auf „Resolve“ laut eigenem Bekunden in die Gefilde ihrer ureigenen Befindlichkeiten, zugleich aber auch in die dann doch eher seichten Gewässer angesagter Neo-Klassik à la Ludovico Einaudi und Konsorten. Aber: Warum auch nicht? Zumal ihr charakteristisch perkussives Klavierspiel nach wie vor als Erkennungsmerkmal dient und sie erstmals mit Gastmusikern kooperiert, die in den Kompositionsprozess eingebunden waren. So etwa die stets wunderbare Cellistin Jo Quail, der Hang-Zauberer Manu Delago oder Mike Lesirge an diversen Blasinstrumenten. Sie verleihen „Resolve“ eine ganze Reihe aufreizender Details, die der prinzipiell doch eher verhaltenen Grundstimmung zahlreiche Spannungsmomente bescheren. Somit handelt es sich also bei Poppy Ackroyds musikalischer Innensicht nicht nur um ein entspannt schönes, sondern auch um ein anregend unterhaltsames Album, bei dem man nicht auch nur die kleinste Dissonanz zu fürchten braucht.
Stephan Wolf

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2018.
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