CD-Rezension / Review / Kritik

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Coil With Black Sun Productions The Plastic Spider Thing CD Cover

Coil With Black Sun Productions „The Plastic Spider Thing“

(Rustblade/Broken Silence)
Dreizehn Jahre ist es her, dass eines der innovativsten Musikprojekte zum Stillstand kam. Mit dem Tod von John Balance endete Coil, spätestens mit dem Ableben von Peter Christopherson kam auch die Releasemaschine zum Erliegen. Die meisten Coil-Alben gehören heute zu gesuchten Sammlerstücken, für die Mondpreise gezahlt werden. Spannende wie weniger aufregende allesamt gleich. Zu den Outputs, die sich im kreativen Mittelfeld bewegen, gehört „The Plastic Spider Thing“. Kein originäres Coil-Album, sondern ein Stück Performancekunst zwischen Sex und Magie, in das Coil sowie Pierce und Massimo alias Black Sun Productions involviert waren. Dreizehn Remixe von draZen trägt das Album zusammen, das bereits Anfang des Millenniums veröffentlicht wurde. Ambiente, zerfaserte Drones, die die Sounds von Coil zu einem zerträumten Spinnennetz verweben. Das Album erscheint zusammen mit der DVD „Autonomous Peep Show“, die Clips, Backstageaufnahmen und Liveausschnitte vereint aus VHS-Zeiten und ziemlich explizit ist. Schnipsel aus dem Archiv, die sich vor allem an Hardcore-Fans richten. Alle anderen können aber jenseits von astronomischen Preisen ihre Coil-Sammlung vervollständigen.
Torsten Schäfer

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 12/2017.
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Friday the 19th.
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