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interpol el pintor

Interpol
„El Pintor“
(Soft Limit/[PIAS] Cooperative/Rough Trade)
Interpol haben ihren Biss zurück: Mit „El Pintor“ bemüht sich die zum Trio geschrumpfte Band deutlich, wieder Songs zu schreiben, die direkt auf den Punkt kommen. Während auf dem Album davor das mystische „Lights“ zwar eine schöne Atmosphäre kreierte, liefert diesmal „All The Rage Back Home“ wieder einen lupenreinen Postpunk-Sound mit einer an Surfsound erinnernden Gitarre als Schrittmacher. Wohltuend daran ist, dass dieser Song trotz seiner Direktheit nicht so auf einen Pop-Erfolg schielt wie seinerzeit „The Heinrich Maneuver“. Stimmlich kann sich Paul Banks auch ausleben, in „My Desire“ schmachtet er wunderschön – untermalt von einem sich wiegenden Gitarrenriff. Auch wenn dieser Vergleich gewagt ist: Mit „El Pintor“, das sich aus den Buchstaben von Interpol zusammensetzt und die spanische Übersetzung für „Der Maler“ ist, kommen Interpol so nah an ihr gefeiertes Debüt „Turn On The Bright Lights“ wie nicht zuvor. Was sicherlich auch daran liegt, dass sich Interpol diesmal vor allem auf die Schönheit ihres Gitarrenspiels fokussieren. Allein das etwas trivial wirkende „My Blue Supreme“, das vom Glück einer entspannten Autofahrt erzählt, fällt da ein wenig aus der Reihe.
Georg Howahl

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