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Oberon Aeon Chaser

Oberon „Aeon Chaser“

(Prophecy/Soulfood)
Seriöse Liebhaber von philosophisch läuterndem und spirituell penetrierendem Liedgut im Bereich des neofolkloristischen, romantisch angehauchten Dark Wave- und Art Rock werden „Aeon Chaser“ mögen bis innig lieben! Seit 1994 folgt der eigenwillige Norweger Bard Oberon damit seiner Vision von ureigener, gnostisch-musikalischer Selbstverwirklichung. Manche verzetteln sich mit derlei ins Diffuse, andere wiederum finden jährlich mehr zu sich und erschaffen Überragendes wie dieses bezaubernde Album. Verführend verträumt sind sie, die sanft einnehmenden Kompositionen, und das allesamt auf genussvoll-wunderbare Weise. Auf diesem außerordentlich gehaltvollen Postulat herrscht eine so transparente Klarheit im Ausdruck vor, dass damit sämtliche Zweifel am Dasein zum völligen Nichts degradiert werden - eigentlich das reinste Allheilmittel für Seelenkranke! Dies überrascht nicht mehr so sehr, wenn man erfährt, dass es inhaltlich um gewichtig-ernsthafte Themen wie beispielsweise Hermetik, Rosenkreuzertum und so genannte natürliche Magie geht. Faszinierend. „To Live To Die“, ein Song wie ein gänzlich beseelender Naturspaziergang, entblößt die Intentionen des geschmackvollen Urhebers in aller Gänze - auf völlig unvergleichliche, herrlich homogene Weise wird darin der majestätischen Erhabenheit des Kosmos gehuldigt, kommt der zeitlosen Schönheit der Schöpfung angemessene Bewunderung zuteil. Obwohl Instrumentierungen, Arrangements, Atmosphären und Stimmungen ständig variieren, kommt zu keiner Zeit irgendeine Unstimmigkeit auf. Ein in sich geschlossenes, tief bewegendes Gesamterlebnis. Und gleichzeitig ein das Bewusstsein öffnendes Manifest. Und definitiv ein sagenhaft ausgewogenes Klangkunstwerk, wie man es in dieser kreativen Höhe und meisterlichen Reife sehr selten erleben darf. Das muss geadelt werden!
Markus Eck


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