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Get Well Soon Cover

Get Well Soon „The Horror“

(Caroline)
„I always wanted to be a crooner“, sagte Konstantin Gropper über „The Horror“, als die Veröffentlichung Gestalt annahm. Der Get-Well-Soon-Macher als Schnulzensänger? Und das bei einem Album mit diesem Titel? Nun, in der Tat ist „The Horror“ deutlich von alten Frank-Sinatra-Scheiben beeinflusst, denen ja durchaus etwas Schnulziges anhaftet. Man könnte diesen Aspekt aber auch positiver als nostalgische Romantik beschreiben. Und Gropper bricht solche wunderschönen Melodiebögen auch gerne, indem er sie mit dissonanten und unbehaglichen Harmonien oder gar modernen Distortion-Effekten kontrastiert. Und zutiefst melancholisch und sehnsuchtsvoll klingt „The Horror“ eh zu jeder Sekunde. Im Gegensatz zu „Love“ (2016), wofür er eher auf ein Pop- und Indie-Rock-Instrumentarium zurückgriff, verwendet der unberechenbare Künstler auf „The Horror“ wieder überwiegend orchestrale Mittel und zitiert gerne mal Jazz, Big-Band-Sounds und klassische Hollywood-Soundtracks. Das Album ist deutlich anspruchsvoller, düsterer und tiefgehender als sein Vorgänger und will entdeckt werden. Doch je mehr man sich mit dem 12-Tracker auseinandersetzt, desto deutlicher wird die Erkenntnis, dass Konstantin Gropper hier nicht weniger als ein zeitloses Meisterwerk gelungen ist.
Sascha Blach




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Lest in der aktuellen Ausgabe 06-2018 das Interview mit Konstatin Gropper von Get Well Soon, die mit „The Horror“ ihr neuestes Werk vorstellen. Im Interview mit Sonic Seducer erzählt er, worum es bei dem Album inhaltlich geht.
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