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mrdtc 5 straight from nothington

MRDTC
„#5 [Straight From Nothington]“
(emmo.biz/Nova MD)
Sich kein Stück um Erwartungen scheren und dennoch alle Erwartungen übertreffen - das ist kein Paradoxon, sondern Praxis bei MRDTC. Seit seinen ersten Outputs vor knapp drei Jahren steht das Duo für weit mehr als stumpfes EBM-Gebretter nach gängigen Mustern. Schon der Albumvorgänger „#2 [We Transfer]“ mischte hartes Sequenzerfeuer und Musikalität, brachte mit „Liar“ und „For The Good Times“ zwei veritable Clubhits hervor. Das fünfte Release (Singles und EPs inbegriffen) geht noch einen Schritt weiter. Zwar ist die gute Hälfte der Platte nicht weniger als gnadenlos guter Stoff für die Clubs, vor allem „Downside“ und „Shout It Out“, doch mischt sich Aggression nun subtiler in deutlich dichtere Soundgerüste, die zudem an Schwere und Düsternis gewonnen haben. „Unseen“ kommt wie eine Walze, das Titelstück kriecht wie ein böser Traum aus der Dunkelheit und ähnliches gilt für „Outside These Walls“, das einfach nur Kälte und Hoffnungslosigkeit hinterlässt. Wer die musikalische Vergangenheit von Mr. Dupont und Tino Claus verfolgte, wird den Herren selbstredend auch solche Kaliber zugetraut haben, diese dann jedoch auch zu hören, ist noch mal etwas anderes. Meisterlich ist auch, was MRD dem Gastsänger Jens a.k.a. TB von No Sleep By The Machine auf den Leib schneiderte: Zwei sehr unterschiedliche Stücke mit faszinierender Rhythmik und metallischer Percussion. Wer sich selbst einen Gefallen tun möchte, schnappt sich eine der limitierten Editionen dieses Albums, denn auf zwei randvoll gefüllten weiteren CDs tummeln sich noch etliche Knaller, formidable Instrumentale und Remixe aus eigener Hand beziehungsweise von unter anderem Amnistia, Nullvektor, Full Contact69, Basementgrrr und Logikfehler.
Jörn Karstedt
TRAILER:




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