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zola jesus taiga

Zola Jesus
„Taiga“
(Mute/GoodToGo)
Zola Jesus alias Nika Roza Danilova hat mit „Taiga“ ein großes Stück musikalische Unabhängigkeit gefunden. Während ihr genialer Durchbruch „Stridulum II“ noch sehr von der Kombination aus siouxsiesker Stimme auf sorgfältig ausgebreitetem Keyboardteppich profitierte, ist sie nun richtig vielseitig. Der Opener „Taiga“ setzt ihre Melodiestimme wunderbar in Szene, unterlegt durch von ihr selbst gesungene Chöre und mit einem an Breakbeat erinnernden Rhythmus. Sie setzt Blechbläser und Streicher ein, etwa im mitreißenden „Hunger“. Sie scheut sich nicht, mit ihren Melodien wie in „Dangerous Days“ auch mal poppig zu werden. Dann inszeniert sie Songs sogar als lebensbejahende Hymnen wie „It’s Not Over“, behält dabei aber genug experimentelle Beats über, so dass die Musik nicht eintönig wird. Ihre tief aus dem Bauch gesungene Stimme verrät ihre professionelle Ausbildung und eine selbstbewusste Reife, die sie auf den früheren Werken so noch nicht hatte. Durch und durch gut.
Georg Howahl
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