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Artist:Keef Baker
CD:Pen Fifteen
Review:Schubladen sind Keef Baker völlig egal, wenn er sich in seinem Maschinenpark austobt, das durften Fans von experimenteller elektronischer Musik in der Vergangenheit schon mehrmals beobachten. Der vierte reguläre Release des Briten macht da zum Glück keine Ausnahme und erstreckt sich gleich über zwei CDs, die sich stilistisch wiederum nochmals deutlich voneinander unterscheiden. Die erste Scheibe ist ein absurdes Mischwesen aus TripHop, IDM und Noise, welches weder herrliche Pianosounds noch grässlich verzerrte Saiteninstrumente außen vor lässt. Jeder Track ist ein Sammelbecken für unzählige Ideen oder musikalische Zitate, die manchmal nicht bis zu Ende gedacht erscheinen, sehr zäh fließen und somit das Prädikat „experimentell“ wirklich verdient haben. Selbst nach dem fünften Hören möchte sich nicht das Gefühl einstellen, das Album wirklich wiedererkennen zu können – Genrepuristen werden das zu schätzen wissen. Ungleich leichter verdaulich ist die zweite CD, die den Untertitel „Light City“ bekommen hat und aus einem Guss ist, ohne Pausen zwischen den je genau 5 Minuten langen Tracks. Der Schwerpunkt liegt hier eindeutig auf Tanzbarkeit. Elemente vom Dubstep, Breakcore, Drum’n’Bass, Hard Trance und Techno kommen in wilder Kombination zum Einsatz… stillsitzen ausgeschlossen! Beide Seiten des Keef Baker sind hochinteressant.
Vertrieb / Label:Hymen/Ant-Zen
Autor:Catrin Nordwig
Ausgabe:2009-03


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