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03.02.2012: Eisbrecher "Die Hölle muss warten" |
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Eisbrecher
„Die Hölle muss warten“
(Columbia/Sony)
Fest steht: Verschwindend wenige der Konkurrenten weisen eine dermaßen hohe Bereitschaft zu schonungsloser Offenbarung von intensivsten Gefühlen auf, wie es auf diesem Top-Diskus der Fall ist. Doch von Gefühlsduselei ist man auf „Die Hölle muss warten“ wahrlich ganze Galaxien entfernt. Oftmals heißt es sogar in Deckung zu gehen: Dann fallen wahrhaft monströse Electro-Beat-Biester über die im Laufe der Spieldauer automatisch mehr und mehr aufgestellten Ohren her. Zu erleben sind dabei reißerische Momente, die einer wie der andere ganze Erdrutsche auszulösen vermögen. Eisbrecher können hiermit nicht nur aufgrund durchgehend waffenscheinpflichtiger Rhythmus-Schärfe ganz eindeutig zu den wichtigsten und inhaltsreichsten Acts dieses Musikbereiches überhaupt gerechnet werden. Ständig durchbricht dieser beeindruckend kurssichere neue Eisbrecher gefühlte kilometerdicke Eisschichten, welche aus Zurückhaltung, Halbherzigkeit und Unentschlossenheit bestehen. Dabei tauchen Alexx und Co. emotional immer wieder ganz tief unter die Hörerhaut. Auftauchen hingegen tut dabei sehr oft die Einschätzung „Perfekt“. Konnten schon die Albumvorgänger des bayrischen Frost-Syndikats eine stabile Fan-Gemeinschaft aufbauen, so sollte die Gruppe nach Freigabe ihrer neuen Album-Edelperle auf dieser Erde von keinerlei Schranken mehr aufgehalten werden können.
Markus Eck
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