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12.08.2011: Project Pitchfork "Quantum Mechanics" |
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Project Pitchfork
„Quantum Mechanics”
(Trisol/)
Mit einem unheimlichen Intro voll des unirdischen Jaulens beginnt das Werk – und schon befindet sich das Hörerohr inmitten des stampfenden, kantigen, nach vorn sprintenden Openers „Freeze In Silence”, der schon klar die Marschrichtung vorlegt: straight, dynamisch, energisch, von fetten Basssequenzen getragen, sich öffnenden Synth-Cluster-Harmonien hinwendend, in deren Mitte diese legendäre Stimme des erbarmungslosen Bellens steht. Der schwere Atem, das erschöpfte Keuchen im Song-Outro darf man als Metapher aufs Gesamtwerk deuten. Mit dem düsteren, federnd-treibenden „Lament“ geht es weiter, dessen von klirrenden Zerrtönen gekennzeichnete B-Part-Kulmination den Hörer schlicht überrollt. Und der darauf folgende Ober-Dancefloorknaller „Run For Cover“ setzt in seiner treibenden Aggressivität noch einen drauf: vielleicht die Verkörperung eines zeitgemäßen Electro-Hits schlechthin. Die in sich ruhende Gewalt der „Mute Spectators“, vorgetragen mit dämonischem Raunen, sendet dem Rezensierenden kalte Schauder über den Rücken: fesselnde Souveränität pur. Und überdies gibt es ein weiteres Mal jene mythologisch eingefärbten Düstersagen-Momente, wie sie zum Beispiel „The Queen Of Time And Space“ oder der schwere, atmosphärische, dunkle Titeltrack präsentieren. So könnte man nun jeden einzelnen Song auflisten – und es bleibt am Ende die atemlos gekeuchte Frage: Wie verdelli schaffen es die Electro-Helden, jetzt schon wieder ein derartiges Power-Paket abzuliefern?
Kym Gnuch
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