CD-Beilage

Cold Hands Seduction Vol. 108




01. Unheilig „Spiegelbild“ [exklusiv live M’Era Luna 2008]
Mit Zahlen hat der Graf derzeit gut lachen: Verkaufte Tonträgereinheiten und Konzerttickets sind auf dem bisherigen Höchststand. Doch Unheilig ist keine Band, der der Besteckkasteninhalt aufs Equipment kippte und dabei zufällig ein Hit beschert wurde, da die Aufnahmetaste auch getroffen wurde. Die Jungs sind seit Jahren aktiv und haben sich ihren Erfolg im wahrsten Sinne des Wortes erarbeitet. Passend zur Titelstory hier ein exklusiver Karrierezwischenhochstand aus Hildesheim 2008.

02. Phillip Boa And The Voodoo Club „And Then She Kissed Her“ [live edit]
Schlangentänze gibt es keine, wenn Phillip Boa auf der Bühne steht. Obwohl man dem sperrigen Exzentriker auch solche durchaus zutrauen würde. Stattdessen macht Boa das, was er will und kann: Zum Beispiel die Bühne rocken. Und ein Livealbum, aus dem sich Euch auf der Cold Hands „And Then She Kissed Her“ entgegenschlängelt.

03. The Mission „So Many Things“
„Ich bin dann mal weg“, sagte Wayne Hussey und löste The Mission auf, weil „God Is A Bullet“ seiner Meinung nach ein gutes Album für den Abschied war. Und eines, für welches die Kreativität so blühte, dass zahlreiche Songs übrig blieben. So viele, dass Hussey dann noch einmal die Hintertür aufmacht und mit „Dum-Dum Bullets“ einen Nachschlag liefert, aus dem wir Euch „So Many Things“ vorstellen.

04. Indica „Island Of Light“
In ihrer Heimat Finnland sind Jonsu, Sirkku, Jenny, Heini und Laura schon längst Superstars. Und mit dem Segen von Nightwish-Mastermind Tuomas Holopainen dürfte auch hierzulande nichts mehr schief gehen. Auf ihrem ersten englischsprachigen Album „A Way Away“ liefern die fünf Damen ihre eigene, wunderschöne Interpretation von Mystic-Romantic-Pop und entführen unter anderem zur „Island Of Light“.

05.Isabels Not Home „The Poet“
Wenn Isabel nicht zu Hause ist, dann wird sie wohl gerade mit ihrem Bandkollegen Ron unterwegs sein, um gefühlvollen und intensiven Electro-Pop zu produzieren. Das gleichnamige Debütalbum der Berliner schert sich nicht um festgesteckte Genregrenzen, sondern lädt musikalisch und textlich dazu ein, über den Tellerrand zu gucken. „The Poet“ ist nur eines von vielen träumerischen Beispielen.

06. AD:Key „Our World Of EBM“
Wie sich die Welt für Herr und Frau Novotny in etwa gestaltet, davon haben eingeschworene Stomper spätestens seit dem Debütalbum „Thema Nummer Eins“ eine Idee. Dass das EBM-Paar aus dem Armageddon Dildos-Umfeld auch in den letzten Monaten so ziemlich jedes heiße Eisen angepackt hat und musikalisch noch zwei, drei Hämmer zusätzlich schwingt, wird mit dem Neuling „That’s It!“ deutlich. So ist das!

07. Freakangel „Gods Blind Game“
Die Esten von Freakangel wissen, was ins Ohr und in die Beine geht. Tanzbarer, lauter Aggrotech bricht gnadenlos auf die Hörer ein, während sich die drei Künstler über Politik, Religion und die Gesellschaft auskotzen. Auch mit provokanten Bühnenshows (nackte Tatsachen nicht nur in den Lyrics!) stimmen sie auf das kommende Album „The Faults Of Humanity“ ein, mit dem sie uns aufrütteln und zum Tanzen bewegen wollen.

08. SAM „Murder Inc.“
SAM – das ist Synthetic Adrenaline Music, die die beiden Jungs aus Kassel im Zweijahrestakt aus ihren schwitzenden Maschinen holen. Electro, Trance und Noise gehen im Teilchenbeschleuniger auf Hetzjagd, fusionieren und verstrahlen zu hochpotentem Stoff, der jeden Club in Schutt und Asche legt. Der Mördertrack „Murder Inc.“ ist ein Vorgeschmack auf das kommende Album „Brainwasher“. Play at maximum volume!

09. Kant Kino „Red Rain“
Harte Beats aus dem hohen Norden! Nein, nicht aus Schweden oder Dänemark kommt der neueste Fang von Alfa Matrix, sondern aus Norwegen. Kant Kino, das sind zwei Herren, die zuvor schon in anderen Bands aktiv waren und mit entsprechend reifem Sound zwischen alter Schule und aktueller Clubbeschallung auf ihrem ersten Album „We Are Kant Kino - You Are Not“ Alarm machen. Blut soll auf Eure Tanzflächen regnen!

10. Adas „Gráinne O’Máille“
Die fünf Damen aus Deutschland müssten ja passender Weise auf Prikosnovenie erscheinen, dem selbsternannten Feenlabel mit Sitz in Frankreich, denn Adas ist das spanische Wort für Feen. Immerhin passen die Klänge zum Bandnamen, denn neue alte Weisen sind der Schönen Ansinnen. Mehr über Adas im Artikel in dieser Ausgabe.

11. Odroerir „Idunas Äpfel“
‚Odroeriren’ könnten böse Zungen zu einem abfälligen Begriff machen: Stecker raus, Laute raus und andächtig folkloristisch in deutscher Sprache über ganz ganz früher singen. Ob Odroerir unter Anhängern der naturverbundenen Zunft diesen beschreibenden und ehrenden Stellenwert erreichen können, wird die Zukunft zeigen, nicht die Vergangenheit.

12. Equilibrium „Die Affeninsel“
Equilibrium ist ein schönes Wort für Ausgeglichenheit. Und der Titel eines SciFi-Films von 2003. Und der Name der Band aus Bayern, die sich auf Metal und weitreichende Einflüsse versteht und sich dabei hörbar nicht zum Affen macht, wobei man sich mindestens ein Lächeln angehörs der Affeninsel auch nicht verkneifen kann.