STARTSEITE     |     MP3s & STIMMZETTEL     |     PREISE BANDS     |     VERLOSUNG


A.Stray „Tief“

(myspace.com/bandastray)
Die Zweitplatzierten des BOTB 2008: das Trio mit dem vieldeutigen Namen A.Stray. Die hohe Platzierung dürfte einiges zum Bekanntwerden der Niedersachsen beigetragen haben, vor allem aber wohl die musikalische Entwicklung vom Sammeln weiterer Bühnenerfahrung bis hin zum aktuellen im Sommer 2011 fertiggestellten Demo „Limbus“. Was in „Tief“ noch etwas herb-angestrengt beginnt, mausert sich zu stimmungsvollem, tanzbarem und eingängigem Electro-Pop mit der klassischen Instrumentierung von Gesang, Synthesizer und Gitarre. Nebenbei wird bewiesen, dass solch ein Electro mit Pop-Attitüde sehr wohl mit sinnvollen Texten ausgestattet sein kann, und, dass Tanzbodenrhythmus und Individualität betonende, kritische Gedanken sich nicht unbedingt ausschließen. (JS)

Blütenasche „Friedhof ohne Kreuze”
(www.bluetenasche.de.tl, myspace.com/bluetenasche)
2006 gründete Karsten Kurschat sein elektronisches Gothic-Projekt Blütenasche. „Friedhof ohne Kreuze” ist ein bitterböser Song, der einem das Blut förmlich in den Adern gefrieren lässt. Karsten ist inzwischen nicht mehr alleine, sondern hat in Nico Aslanidis seinen musikalischen Partner gefunden. Ihre Texte beschreibt die Band als gesellschaftskritisch und todesästhetisch. Bleibt zu hoffen, dass hier keine autobiografischen Erlebnisse besungen werden – denn das wäre wirklich richtig bitter. (KR)

The Crimson „Wrong Pride“
(myspace.com/thecrimsonmetal)
Der bisher größte Erfolg des Quintetts aus Graz / Österreich dürfte wohl die Beteiligung des Songs „Memories“ von der Debut-EP „Buried Memories“ am „Heavy Hitters“-Sampler des englischen Metal Hammer im August 2009 sein, wo sich The Crimson immerhin zwischen Namen wie Killswitch Engage und Dream Theater wiederfand. Nicht ganz übel für eine Band, die - immerhin aus schon erfahrenen Musikern - erst 2008 in der jetzigen Form zusammengefunden hat: Hut ab. Ihr hört hier den Titelsong der aktuellen 3-Track-EP „Wrong Pride“, der repräsentativ für die Musik der Grazer steht: kraftvoller, moderner Metal mit drückendem Riffing, das geschickt mit Melodie arrangiert ist. Kein Grund für falschen Stolz. (JS)

Cybergenesis „Rise Of A New God”

(cybergenesis.schemenwelt.de, myspace.com/cybergenesis_music)
Inspiriert vom dunkel-elektronischen Klang der mittleren bis späten Neunziger, setzte sich die hessische Ein-Mann-Kompanie zum Ziel, verschiedene Musikstile zu kombinieren, um einerseits etwas Eigenständiges zu schaffen, andererseits aber auch up to date mit einer kühlen, kraftvollen Atmosphäre zu klingen. Der DJ DissonanceX produziert seit 2003 Tracks, die zunächst im Noise-Bereich angesiedelt waren und nicht öffentlich gemacht wurden. 2010 gab es einen umfassenden Sound-Upgrade und nun soll es mit treibendem Electro an allen Fronten vorwärts gehen. (JK)





Damiaskaron „Tränen fallen im Dunklen leichter als am Tag“

(www.damiaskaron.de)
Das Werk des Projekts mit dem etwas sperrigen Phantasienamen Damiaskaron ist bisher im Wesentlichen das des Hamburgers Kai Oertel, der sich nach viel (Live-)Erfahrung in verschiedenen Bands 2007 selbständig machte und seit 2008 immerhin bereits 50 Songs auf fünf Alben als Gratis-Download veröffentlicht hat. Kai bezeichnet seine Stilistik als „irgendwo im dunkleren Synthie-Pop-Bereich - aber das sollen andere entscheiden.“; er macht einfach. Deutschsprachig, weil das, wie er sagt, „logischerweise die Sprache ist, in der ich mich am besten ausdrücken kann“, und seit Sommer diesen Jahres stimmlich verstärkt durch Elvira Bruch, die zwar zuvor noch keinerlei Banderfahrung hatte, aber enthusiastisch Damiaskaron bereichert. Gar nicht immer so tränenreich wie hier - weiter reinhören ist nicht verkehrt. (JS)

Dirty Bird 13 „Cunt Collector“
(myspace.com/dirtybird13ua)
Auf mehr als 40 Livegigs in Russland und ihrer ukrainischen Heimat können Dirty Bird 13 zurückblicken. Hinzu kommen siegreiche Teilnahmen an Remix-Contests und ein offizieller Remix für FGFC820. 2009 von den Freunden Denis und Alexander aus der Taufe gehoben, fokussiert sich das Projekt auf den electro-industriellen Post-Millennium-Sound, den Bands wie Hocico und Suicide Commando zu Ruhm und Ehre führten, ist jedoch fern eines Plagiats und mischt klassische EBM-Elemente ins Unterfutter. Produktion und Arrangement eines expliziten Tracks wie „Cunt Collector“ wirken hochgradig professionell und reif für massiven Clubeinsatz. (JK)

Diversant:13 „Rhythm Force Machine“
(myspace.com/diversant13)
Aus dem winterlichen Weißrussland melden sich Diversant:13 zu Wort. Das Aggrotech-Duo existiert seit 2007, ein Jahr später erschien ihre Debüt-EP „Soul Reaper”. In ihrer Heimat, in Russland und der Ukraine haben sie den Underground schon ordentlich aufgemischt, jetzt wollen sie es auch hierzulande wissen. Ihre „Rhythm Force Machine” ist frisch geölt und startbereit. Zu welchen Höhenflügen die beiden wohl noch im Stande sind? Warten wir es ab und lassen uns überraschen. (KR)

Dogmat „Product Of Tomorrow”
(myspace.com/dogmatband)
Dogmatische Diskussionen darüber, ob vermeintlich echte Bandarbeit schwieriger ist als Softwarebedienung allein daheim, sollen andere führen. Die vier Dogmat-Jungs aus Polen jedenfalls lassen es konventionell instrumentiert, aber längst nicht altmodisch krachen: Drums, Bass, 2 x Gitarre. Und 2 x Micro: Grunz und clean, Doom und mehr. (TA)

Human Steel „The Uniform“
(facebook.com/human.steel, myspace.com/humansteel)
Aus dem Süden Polens erreichte uns die Bewerbung von Human Steel. Hervorgegangen aus dem 2007 gegründeten Lindstorm Project, änderte man drei Jahre darauf nach dem Zuwachs im Bandgefüge die stilistische Ausrichtung von Electro/Industrial hin zu purer Oldschool-EBM. Kompromisslosigkeit schrieb man sich auf die Fahnen und ließ sich vom Leben und der Musik inspirieren, die das Duo selbst am liebsten mag. Erstes Resultat war die Demo-CD „First Contact“, dann folgte im Sommer 2011 das Album „Crankshaft Crash“, wovon der hier präsentierte Knaller stammt. Damit ist eines klar: Jetzt geht es erst so richtig los! (JK)

Jovian Spin „Into The Deep“

(www.jovianspin.com)
Kaum zu glauben, dass man mit diesem professionellen Sound noch keinen Plattenvertrag hat! Das in Eigenregie veröffentlichte Debütalbum „Shapes Of Perception“ ballert dem Hörer eine ordentliche Portion Industrial-Rock um die Ohren und orientiert sich dabei hörbar – und erfolgreich! – an Acts wie Nine Inch Nails, Zeromancer oder Julien-K. Und wer davon nicht genug bekommen kann, der sollte sich über die Bandhomepage direkt das ganze Album besorgen. Mit „Into The Deep“ gibt es hier einen Vorgeschmack, der garantiert Lust macht auf mehr! (CN)





Kawaru „Filigrane Lizard“

(myspace.com/kawarusucks)
Mit „Filigrane Lizards“ stellt sich das Industrial-Rock-Projekt Kawaru vor. Roland Seese, das einzige permanente Mitglied, nennt ein breites Spektrum an Einflüssen von Mainstream bis Underground, von Joy Division bis NIN, von Bowie bis Krupps. Entsprechend gestalten sie die Songs mal rau und dreckig, mal elektronisch und komplex, mal reduziert und balladesk. Bisher agierte Kawaru nur im heimischen Studio und beschränkte seine Präsenz auf die Online-Portale, doch die Ambition, in naher Zukunft live zu spielen, wächst. Als nächstes steht zunächst die EP „Yomi“ an. (JK)

Louretta „Like The Rain“

(facebook.com/LourettaMusic)
Wahlhamburgerin Louretta singt vom Regen. Stellenweise verträumt und manchmal verstört. „Like The Rain“ überzeugt mit durchdachten Arrangements und glasklarer Produktion, wobei ein stilistisches Spektrum von TripHop bis Electro-Rock ausgelotet wird. Bleibt zu hoffen, dass der musikalische Nachschlag nicht lange auf sich warten lässt. (JK)

Machinery Of Joy „Comatose Puppet“

(myspace.com/machineryofjoydk)
Ob die drei Dänen und die Dänin am Micro Gedanken des italienischen Lügenlümmels nach einer Überdosis besingen? Passen würde es inhaltlich. Ihr verquerer, schräger, leicht verstörter Sound würde auch passen. Stilistisch in etwa mit den Cranes in deren unsanften Momenten vergleichbar. Die 4-Track-EP „Machinery Of Joy“ ist wenig einfallsreich betitelt, aber abwechslungsreich und vielversprechend. (TA)

Monosys „Forgotten Forever”
(www.monosys.de, myspace.com/monosys)
Ihre Musik solle doch bitte laut und möglichst nicht nüchtern konsumiert werden, darum bat uns die Band in ihrem Bewerbungsanschreiben. „Forgotten Forever” vereint synthetische Drums, rumpelnde Bässe und verzerrte Vocals zu einem vielversprechenden elektronischen Gesamtpaket, das hoffentlich nicht so schnell in Vergessenheit gerät wie die Sache mit dem Alkohol. (KR)

Mr Hilter „Grannie Get Your Cum“
(facebook.com/pages/MR-HILTER/141563215939849)
Erst Anfang 2011 fusionierten die Aachener Bands playingGOD und Gumdrum zu Mr Hilter. Einer der Members, Damian Vasquez, stand mit seinem früheren Projekt Silent Invasion Anfang der Neunziger bei Danse Macabre unter Vertrag. Aaron Panick ist seit rund 15 Jahren als DJ tätig. Keine Grünschnäbel also, die hier eine stark experimentelle, von Krautrock, Ur-Industrial und 80er-Underground inspirierte Mischung darbieten. Auf dem ersten, gut produzierten Album „Sultry Womb Phenomena“ geht es hauptsächlich elektronisch und psychedelisch, aber auch sehr rhythmusbetont wie bei „Grannie Get Your Cum“ zu. Wie Mr Hilter auf ihre Songnamen kommen, sollte dringend geklärt werden. (JK)

My Woshin Mashin „Godzilla“
(facebook.com/MyWoshinMashin)
Liebe Lady Gaga, hiermit empfehle ich Ihnen ein gemischt-geschlechtliches Duo als Support-Act. Individueller Stil in Styling und Sound vorhanden, versierter Umgang mit elektronischen Klangerzeugern und umfassende Kenntnisse in Sachen Populärkultur seit den 80ern ebenfalls. Aber ich muss sie warnen, die beiden könnten Ihnen die Show stehlen. (TA)

Nexothex „Cellar Door“
(myspace.com/nexothex)
Die Konzentration des Buchstaben X im Bandnamen gibt ansatzweise Aufschluss über die stilistische Ausrichtung: Elektronisch, hart und modern präsentiert sich der 20-jährige Österreicher David Gesslbauer, der wohl auch eine Karriere als Model machen könnte. Von Aggrotech nach Schema F ist der Bursche erfreulich weit entfernt und setzt seit 2007 lieber auf ausdrucksstarke Vocals Marke Dismantled, eine breite Soundpalette, die sich über die gnadenlose Bassdrum ergießt, und permanent feuernde Energiepakete. Klar, dass diese Synthese live funktioniert, wie sich beim Electronic Fallout-Event 2010 zeigte. Jetzt sind die Clubs dran! (JK)

Not Ready „Not Ready“

(-aktuell keine Präsenz-)
Nein, Ihr habt nicht die Gründung eines neuen Seitenprojekts von Plastic Noise Experience verschlafen. Not Ready steht unter der Ägide von Markus Stachel, Anfang 30 und im bayerischen Neuburg zu Hause. Aufgewachsen mit Depeche Mode und The Cure, tauchte er vor gut 20 Jahren in den Electro-Underground ein und entwickelte Vorlieben für FLA, Skinny Puppy und Leæther Strip. Daraus erwuchs der Wunsch, auch selbst musikalisch tätig zu werden - zunächst mit Keyboard und Sequenzer, heute mittels Software-Studio. Die Resultate können sich hören lassen! (JK)

Our Banshee „Undone To The Light“
(www.ourbanshee.com, myspace.com/ourbanshee)
Stefan Böhm, die eine Hälfte von Our Banshee, ist schon fast ein alter Hase: Mit Pzychobitch und seinem Rhytm’n’Noise-Projekt Nullvektor hat er schon zwei gänzlich verschiedene musikalische Richtungen ausprobiert – jetzt geht es mit Agi Taralas und dem gemeinsamen Projekt Our Banshee an eine dritte. Mit seinem Electro-Pop, der ganz massiv über den Tellerrand linst, wird das Duo, das schon seit Jahren musikalisch aktiv ist, in nächster Zeit ganz sicher von sich reden machen. (CN)

Porcelain Puppets „Revelations“
(myspace.com/porcelainpuppets)
In Mexiko wird jede Menge gute harsche Elektronik produziert. Zahlreiche Szenegrößen sind dort beheimatet. An Nachwuchs mangelt es nicht. Der Name dieser Band erinnert an ein feinkeramisches Erzeugnis, dessen Eigenschaften die Qualitäten des Newcomer-Duos perfekt kontrastieren: Auf der einen Seite weißes, zerbrechliches Porzellan, auf der anderen schwarzer, kompakter Dark-Elektro. Insanne Diva und Aborto 1.1 haben nicht nur klangvolle Namen, sie machen auch Musik, die sich hören lassen kann. (KR)





Psycholove Dolls „Soulless Creature“
(myspace.com/psycholovedollsofficial)
Die Band aus Aachen, die bereits vor wenigen Jahren einen beachtlichen Erfolg in diesem Contest erzielen konnte, kehrte 2010 zu ihrer Urbesetzung zurück und besann sich auf alte Stärken. Songwriter, Gitarrist und Sänger Ben Hook und Keyboarder/Programmer M. Schwartzenberg kombinieren die Dynamik von Rock mit der Präzision elektronischer Musik und mehrstimmigem Gesang, der den Bogen von hart und gesprochen bis melodiefest und eingängig spannt. Wird „Soulless Creature“ erneut zu einer Top-Platzierung führen? (JK)

Ravenblack „Rising Demons“
(myspace.com/ravenblackofficial)
Die Dämonen erheben sich aus der Dunkelheit. Dämonen sind manchmal schnell: in nur zwei Tagen hat Dirk Schmitt die 14 Songs des fast einstündigen Demos „Wicked Wine And Weeping Willows“ geschrieben und komponiert, um sie in ebenso wenig Zeit provisorisch aufzunehmen, bevor er ein paar Freunde zusammengerufen hat, um die Songs im Studio aufzunehmen. Dabei dürfte hilfreich gewesen sein, dass keiner der Musiker des Quartetts aus Nattenheim (nördlich von Bitburg in der Eifel) ein völliger Neuling war; alle hatten bereits, teils gemeinsam, in anderen Bands gespielt. Resultat des schnellen Schusses ist ein am klassischen Metal orientierter, dunkel eingefärbter und durchaus professionell eingespielter Metal, der momentweise zum Beispiel an die 90er-Alben von Paradise Lost und Love Like Blood erinnert. (JS)

Reich ins Heim „Jahresendzeit-Song“
( Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können )
„Mr. Battle Of The Bands“ lässt sich nicht lumpen. Auch in diesem Jahr sorgte er dafür, dass einen Tag nach dem ersten Aufruf seine Bewerbung, die Kopplung „Pott-Püree aus neuer und alter Zeit“, in unserem Briefkasten zu finden war. Die Wahl des Songs fiel ob der hochkomplexen autobiographischen Inhalte wie immer schwer: Soll es der Diskurs DVD vs. Liveerlebnis sein? Die Aufarbeitung seines 10. Jubiläums als psychisch Kranker oder lieber doch seine Ansichten zu Nazi-Rock? Nein! Weihnachten und Silvester stehen vor der Tür, da kommt der „Jahresendzeit-Song“, der mit den bedeutungsschwangeren Zeilen „Ich lieg besoffen unterm Weihnachtsbaum“ beginnt, gerade recht. Wird man nun endlich den Durchbruch dieses in jeder Hinsicht einmaligen Projektes erleben? (JK)

Schwarzbund „Der Mensch tanzt“
(myspace.com/schwarzbund)
Die Killers fragten, ob wir human oder dancer sind. Der Schwarzbund (bestehend aus Dirk und René) äußert lieber umfassende, unmissverständliche Sozialkritik auf Synthie/Electrobasis mit hohem Retrofaktor als eine Antwort. Seit 2009 sind sie gemeinsam aktiv, ein erstes Album „Von der Suche nach Wärme und Licht“ haben die Harzer auch schon am Start, siehe MySpace-Repräsentanz. (TA)

Sickdoll & The Nuclear Shades „Das Meer ist blau”

(reverbnation.com/sickdollthenuclearshades)
Marcel Schneidenbach alias Sickdoll hatte irgendwann einfach genug davon, immer nur allein Musik zu machen, also holte er sich kompetente Verstärkung an Bord. Seine Wurzeln liegen im Minimal Wave, viele seiner Songs haben einen angenehmen Retro-Touch, ohne auch nur ansatzweise verstaubt zu wirken. Fantasie und Kreativität sind das Markenzeichen dieser Band. Sickdoll & The Nuclear Shades verraten uns etwas, das wir längst gewusst haben: „Das Meer ist blau”. Trotzdem hört man gern aufmerksam zu – woran das wohl liegen mag? An Marcels charismatischer Stimme vielleicht? Möglich wär’s. (KR)





Sinsick „Intrix“
(myspace.com/sinsickband)
Fünf Köpfe bilden Sinsick aus Sinzig am Rhein, eine Mosh-Combo, wie sie selbst angibt. Der Sound reicht von hardcore-knüppel-schnell über ska-tanz-sing-a-long bis hin zu reggae-soft’n’smooth. Die Band wurde 2005 als Nebenprojekt in einer WG gegründet. Man blieb zusammen und spielte später auch live. 2007 erschien das selbstbetitelte Debüt, welches erst in diesem Jahr einen Nachfolger bekam: „Sinsick City“. Kleinere Umbesetzungen und Zuwachs im Instrumente-Arsenal brachten Neuerungen im Soundbild mit sich, denn Scratching und Sampling sind hier keine Fremdwörter mehr. (JK)

Taina „I Feel Rage“
(www.tainamusic.de)
Sepultura und Machine Head schießen einem unweigerlich durch den Kopf, wenn man Taina hört. Das Trio aus der Nähe von Bremen schloss sich 2010 zusammen und legt mit „I Feel Rage“ die erste Single vor, die der Grundstein für eine solide Rockerkarriere sein könnte. Wer also eine Schwäche für Industrial-Metal hat, der sollte die Anlage laut stellen und diesen Song zu Hause abfeiern! (CN)

tEaR!doWn „This Cold Room“
(myspace.com/teardownmusic)
Auffällige Schreibweise, auffälliger Sound: Das seit 2004 operierende norddeutsche Projekt folgte zunächst dem Weg, den die nordamerikanischen Electro-Großmeister ebneten. 2007 stieß der ehemalige Frontmann von Sleepwalk, Oliver Spring, zur Band und die Tracks bekamen weiter Gestalt in Form von mäßig verzerrten Vocals. Nach dem 7-Track-Demo „Mind!kick In“ von 2007 spielten teAR!doWn live in Deutschland und in der Schweiz und begannen mit der Produktion neuer Songs, wovon einer hier zu hören ist. Ein kompletter neuer Release mit harten, atmosphärisch dichten Uptempo-Stücken ist für Anfang 2012 geplant. (JK)

Vadot „Kreuzfeuer“
(myspace.com/vadotgore)
Vadot sind alte Bekannte: das Projekt war bereits 2008 und 2009 dabei. Inzwischen marschiert Vadot mit neuen Mitstreitern, doch die Marschroute folgt dem zuletzt eingeschlagenen Weg. Mit Gitarren-Licks differenziert angereicherte Elektronik (die also gar nicht mehr sanft und harmlos daherkommt wie ganz damals), dazu deutschsprachige, sarkastische und system- respektive kirchenkritische Texte, das ist die Taktik des Kreuzberger Projekts im Gefechtstrubel des „Kreuzfeuers“. Das Munitionsdepot ist also gut gefüllt; ob das gewinnt, entscheidet nicht nur der Gegner, sondern auch Ihr. (JS)

Voyagers „Porn-Machine“
(www.voyagers-band.com)
Aus Ungarn kommen Szilard Kun, Peter Lipovics und Josef Stapel weg, also her. Mit ihrem Electro-Pop, der gar nicht Pop im Sinne von Mainstreamlangeweile ist, kommt das 2010 gegründete Trio tatsächlich vielleicht eines Tages aus Ungarn weg, also im Sinne von überregionalem Erfolg. Ihre MCD „Leaving Sensoria“ gibt es kostenlos auf ihrer Homepage. Es ist immer wieder schön, festzustellen, dass unser Battle Of The Bands international besetzt ist. (TA)

X-in June „Nightswim“
(www.x-injune.com)
Dass Andy La Plegua Icon Of Coil mehr oder weniger auf Eis gelegt hat, ist wirklich ein Verlust für die Electro-Szene, denn der Sound war einzigartig. Bislang. X-in June, das neue Projekt von Markus Bär, den man von Coy Impact oder Lost Area kennen mag, verfolgt nun, fast acht Jahre nach dem letzten Lebenszeichen von Icon Of Coil, einen ganz ähnlichen Stil. Düstere Trance- und Synthiepop-Elemente mit sehr eingängigen Melodien und Vocals ziehen sich durch alle Songs, die demnächst auf einem ersten Album erscheinen werden. (CN)

Thomas Abresche (TA), Jörn Karstedt (JK), Catrin Nordwig (CN), Kai Reinbold (KR), Jan Schwarz (JS)




 
< zurück   weiter >