Aktuelle Ausgabe

SONIC SEDUCER 06/2012

Die neue Ausgabe mit 148 Seiten, exklusivem Sticker von Oomph! und 17 neuen Songs auf der "Cold Hands" CD- Beilage, darunter zwei exklusive Tracks!

CD mit Oomph! (exklusiver Remix), In Extremo (exklusiver Livetrack), Peter Heppner, Soulsavers feat. Dave Gahan, Garbage, Assemblage 23, Steinkind, Ewigheim, [x]-RX, Alien Vampires, Stray, Model Chaos, Freakangel u.v.a.
Interviews & Stories mit Oomph! (Titelstory), Soulsavers feat. Dave Gahan, Peter Heppner, In Extremo, And One, Diary Of Dreams, Assemblage 23, Nightwish, Delain, The Cult, Gossip, Decoded Feedback, Heimatærde, Emilie Autumn, In Strict Confidence, KMFDM, Unheilig, The Other, Fear Factory, Ewigheim, Rummelsnuff, Agonoize, Funker Vogt, Sonar u.v.a.

Ab 18.05.2012 im Handel oder jetzt im Online-Shop erhältlich!

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SONIC SEDUCER 06/2006


Preis pro Einheit (Stück): €4,00 (inkl. 7 % MwSt. und Versand)


INHALT
CH 60: Zeraphine "Toxic Skies", She Wants Revenge "Sister", Philiae "This Is The Dawn Of A New Error", Limbogott "Nerve", Eat Your Make Up "The Sixteenth", Bela B. "Deutsche, kauft nicht bei Nazis", Bella Donna "Mathew + Ise (Traditional)", Minerve "Sick Of You (Extra Edition)", Caretaker "Lichtgeschwindigkeit (2006 Remix)", Polarlicht 4.1 "Polarluft_Reworked (vs. Wynardtage)", Digital Factor "Phase2", Dive vs. Diskonnekted "Do You Believe It?", Zombie Girl "Creepy Crawler", Transistor "The Eagle", Lacrimas Profundere "Again It's Over (Video)", In Strict Confidence Remix Kit
Lacrimas Profundere vs Zeraphine, 4 Poster (Unheilig, CombiChrist, In Strict Confidence, The Birthday Massacre), M'Era Luna Programmheft, Nightwish, Limbogott, The Sisters Of Mercy, NFD, She Wants Revenge, AFI, All Gone Dead, And One, Antichrisis, Apocalyptica, Bela B., Bella Donna, Bif Naked, Catastrophe Ballet, Celtic Frost, Covenant, Cryo, Digital Factor, Dive vs. Diskonnekted, Eisheilig, Emperor, Enslaved, Frankenstein Drag Queens, Front Line Assembly, Hype, Icon Of Coil/ Combichrist, Ihsahn, In Strict Confidence, Knifeladder, Korpiklaani, Leaves' Eyes, Merry, Minerve, Modcom/ VNV Nation, Nitzer Ebb, Panzer AG, Polarlicht 4.1, Therion, UnterART, Rob Zombie, Zombie Girl, L'Ame Immortelle, Camouflage, Terminal Choice, Wednesday 13, Deine Lakaien, De/Vision, Mesh, Moonspell, Mystic Festival, Theatre Of Tragedy, The Vision Bleak


ZERAPHINE VS. LACRIMAS PROFUNDERE
Zwischen Schickeria und rotziger Mentalität
Auch diesmal haben wir keine Kosten und Mühen gescheut, um euch ein optisch äußerst ansprechendes und exklusives Pärchen auf dem Cover der aktuellen Ausgabe zu präsentieren. Kein Weg war zu weit, weder für die Beteiligten, die beiden Sänger der deutschen Gothic Rock Bands Zeraphine und Lacrimas Profundere, noch für den interviewenden Part der vorliegenden Story. (Verpasste) Flüge von München nach Hamburg (oder wahlweise sechs Stunden Zugfahrt) und ein Trip per Auto von Berlin nach Hamburg wurden in Kauf genommen, um das Unmögliche möglich zu machen und die zwei termingeplagten Musiker Sven Friedrich und Christopher Schmid, die in absehbarer Zeit mit ihren Bands ein neues Album veröffentlichen, einen nicht minder beschäftigten Fotografen und eine Sonic Seducer Autorin unter einen Hut zu bringen. Hier der visuelle und in Worte gefasste Beweis dafür.
Ohne eure Musik in Schubladen stecken zu wollen, kann man behaupten, Zeraphine und Lacrimas Profundere bewegen sich in den Gefilden des Gothic Rock. Worin seht ihr die musikalischen Parallelen und worin die Unterschiede der beiden Bands?
Christopher: Rein musikalisch liegen wir wohl nicht gerade brutal nah beieinander. Wir bedienen aber eben das selbe Genre und lassen uns nicht gerade das Blut aus dem Maul laufen.
Sven: Damit hast du definitiv Recht. In was für einer Besetzung spielt ihr eigentlich?
Christopher: In einer ganz normalen Rockbesetzung inklusive Keyboarder.
Sven: Das ist bei fast genauso, nur ohne Keyboarder. Stattdessen haben wir eine Maschine als sechsten Mann. Da haben wir also fast noch eine Gemeinsamkeit gefunden.
Christopher: Und nicht zu vergessen, wir haben festgestellt, wir sehen beide extrem gut aus. (lacht)
Sven: Stimmt genau.


ZERAPHINE
Hein-Spiel
Ein unscheinbarer Hinterhof im gar nicht so knallharten Berlin-Neukölln. Mächtige Stahltüren im alten Treppenhaus wecken Assoziationen zu verborgenen ebay-Powerseller-Imperien oder Büromaterialmanufakturen, bis der freundliche Empfang von Sänger Sven Friedrich an einer ebendieser Pforten einen beruhigend darin bestätigt, hier doch richtig im Thommy Hein Tonstudio gelandet zu sein. Der Ort, an dem Zeraphine seit jeher in kreativer Kooperation mit seinem Namensgeber ihre Alben aufnehmen und an dem wir im Folgenden einen ersten Eindruck vom kommenden, sich in diese Tradition einreihenden, neuen Studio-Werk "Still" erhalten werden. Damit wäre das Kapitel Tradition fürs Erste auch schon abgehakt, denn Zeraphine haben für ihr viertes Album zunächst einmal mit einer gebrochen. Die Landflucht in die Bauernhof-Idylle des Spreewalds, bislang immer entscheidender Bestandteil der Pre-Produktions- und Präparationsphase von Sven und Gitarrist Norman Selbig, fiel diesmal nämlich aus.


LACRIMAS PROFUNDERE
Wanderer zwischen den Welten
Eigentlich müsste das im Juli erscheinende und von John Fryer (u.a. Depeche Mode, Nine Inch Nails, HIM) produzierte Lacrimas Profundere Album "Filthy Notes For Frozen Hearts" längst in den Plattenläden stehen. Die sechs süddeutschen Gothic Rocker um Frauenliebling und Sänger Christopher Schmid begaben sich nämlich schon im Dezember des vergangenen Jahres ins Studio, um innerhalb von 21 Tagen eine Platte einzuspielen, deren Songs sechs Monate später noch immer nicht an die öffentlichkeit dringen sollten.
"Wir haben extrem viel Zeit verschlissen, da wir mit den Songs dermaßen zufrieden waren, dass wir uns letztendlich in den totalen Perfektionismus hineinsteigerten. Wir sind überakribisch und hypersensibel geworden, haben tausendmal irgendetwas neu mischen lassen, der Videoclip wurde mehrmals umgeschnitten und es gab auch mehrere Masters. Schon ein bisschen krass, aber jetzt sind wir absolut zufrieden mit dem finalen Ergebnis", erklärt Christopher den ungewöhnlich langen Zeitraum zwischen den Studioaufnahmen und der Veröffentlichung der Single "Again It's Over" und des Albums "Filthy Notes For Frozen Hearts".


NIGHTWISH
Zielgerichtete Zukunftsvisionen
Mit der Veröffentlichung ihrer dritten Live-DVD namens "End Of An Era" sorgen die weltweit erfolgreichen Finnenrocker einmal mehr für Fan- und Medienwirbel. Zur Vorabpräsentation des erlesenen Bild- und Tonträgers lud das Label diverse Gäste und Journalisten ein - so begab auch ich mich am 24.04. bei schönstem Sonnenwetter ins typisch schwäbisch anmutende örtchen Geislingen, genauer gesagt ins eigens für diese Veranstaltung gemietete Gloria-Kino. Für diesen speziellen Anlass wurden auch Keyboarder Tuomas Holopainen und Schlagzeuger Jukka "Julius" Nevalainen eingeflogen, welche im Laufe der Session immer wieder um Fotos und Autogramme gebeten wurden. Da die beiden Musiker allerbester Laune waren, entstanden ebenso unterhaltsame wie lustige Gespräche mit den Anwesenden - dass die finnischen Symphonic Metal-Spezialisten trotz des riesigen Erfolges ihrer Band auf dem Teppich geblieben sind, konnte jedenfalls jeder bestätigen, der die beiden Sympathieträger an diesem Abend hautnah erlebte. Von der Plattenfirma üppig bereitgestellte Häppchen wurden neben allerlei gut gekühlten Getränken gerne von der Schar der Geladenen angenommen.


LIMBOGOTT
Further Down The Limbo
Endlich. Deutschland hat einen Industrial Rock Hoffnungsträger auf internationalem Niveau gefunden, der sich neben Die Krupps einreihen kann: Limbogott aus Schaalby in Schleswig Holstein. Das mag zwar eher belächelnd provinzial klingen, doch schon mit seinem Erstling "One Minute Violence" konnte das Zombie Sixpack grenzüberschreitend für mächtig Furore sorgen. Nicht nur Album des Monats bei uns, sondern auch bestes Newcomerdebüt des vergangenen Jahres im Sonic Seducer. Kein Wunder, dass man die Nordlichter einlud, um mit Marilyn Manson oder Skinny Puppy die dicken Mainstages der einschlägigen Festivals zu teilen. Da muss man sich eigentlich schon fast in die Bunker verkriechen, wenn die Kaffkinder einen neuen Longplayer verkünden, denn: wo soll das noch hinführen?
"Pharmaboy" tauften die Jungs ihren zweiten Streich, der wieder all das vereint, was den Limbogott so fürchterlich erfolgreich machte: Wahnsinn, Gewalt und die Freiheit, alles zu riskieren. Dabei bleibt der Albumtitel schön zweideutig und hält sowohl sprachgewandt die ländliche Einöde fest als auch menschliche und chemische Abgründe in bester Industrialnatur.


Gothic Rock Highlight
NFD
Geschichten aus dem Unglücksbrunnen
Kaum einen anderen Stadtteil der britischen Hauptstadt assoziiert der Freund gotisch-nebulöser Klänge seit jeher stärker mit seinen nokturnen Neigungen als Londons leicht nördlich gelegene Freak-Enklave Camden Town, in deren bizarr pulsierendem Herzen mit den renommierten Jungle Records eine der wohl wegweisendsten und dienstältesten Indie-Plattenfirmen dunklerer Gangart beheimatet ist. Wir trafen mit NFD eine der aufregendsten englischen Schattenrockbands der Gegenwart in den altehrwürdigen Räumen ihres Camdener Kult-Labels, um über die vornehmen Sitten und Gebräuche der überzeugten Gothic Rock-Traditionalisten zu sprechen, die die Mannen um Frontmann Peter "Bob" White auch mit ihrem zweiten Album "Dead Pool Rising" unbeirrt hochhalten!


Dark-Pop Highlight
SHE WANTS REVENGE
Zur Rache, Schätzchen
Justin Warfield aus Los Angeles ist ein alter Unbekannter. Sowohl in seiner schon einige Tage andauernden Laufbahn als Musiker als auch mit seiner neuen Band She Wants Revenge. Seine alte hieß One Inch Punch und wollte sich seinerzeit ein Stück vom hippen Crossover-Kuchen zwischen groovy Electro und HipHop abschneiden, bekam aber nicht mehr als ein Album und eine Hand voll Maxis zustande - nicht zuletzt, da Warfield als hyperaktiver Knöpfchendreher und Rapper zuweilen öfter auf Platten von Placebo, Bomb The Bass oder den Chemical Brothers auftauchte als auf seinen eigenen und mit One Inch Punch gerne viel beachtete Remixes anfertigte ("Barrel Of A Gun" von Depeche Mode ist sicher der prominenteste unter diesen). Und irgendwie schließt sich der Kreis im Augenblick wieder, denn mit She Wants Revenge ist Warfield dieses Jahr nach einer US-Tour mit Depeche Mode auch mit Placebo unterwegs. Nicht, dass er und Bassist und Programmierer Adam Bravin das noch nötig hätten, denn der überraschende Erfolg ihres am 09. Juni auch hier zu Lande erscheinenden selbstbetitelten Debüts bescherte ihnen in der Heimat bereits eine blendend besuchte Headliner-Tour. Logische Konsequenz eines Albums, das elektronisch vorwärts stürzenden Drive nimmt, bis zum Rand mit verdichteten New Wave-Gitarren auffüllt und mit einer Stimme konterkariert, die trotzig von durchtanzten Nächten, chronischer Angepisstheit und der rätselhaften Unwägbarkeit von Beziehungsgeflechten erzählt. So offenbart ein Blick auf das Backcover, dass die in Unterwäsche posierende Frau der Vorderseite hinter dem Rücken ein enormes Schlachtermesser bereit hält, als wolle sie sagen: I'm your lover, not your friend. Näher kommen und hinhören auf eigene Gefahr.


Tourbook
THE SISTERS OF MERCY
25 Years And I Need More
Jahr um Jahr erschüttern die Musikwelt die immer gleichen Ereignisse. MTV Awards, Boyband Auflösungen, abgebrochene Marilyn Manson Konzerte und natürlich Tourneen der Sisters. Ebenso unausweichlich wie die darin enthaltene Routine nähern sich damit natürlich auch Jubiläen von Zeit zu Zeit. 25 Winter seit dem ersten Konzert zu überleben, war sicher nicht immer einfach, doch anno 2006 scheinen die Sterne für Fans und Band gut zu stehen. In einer wahren Mammuttournee reisen Andrew Eldritch und seine beiden jungen Mitstreiter Chris Catalyst und Ben Christo unter dem Banner "Sisters bite the silver bullet" kreuz und quer durch die Welt von Las Vegas bis Rio. Erstmals überhaupt beehrten die drei dabei auch Frankreich, bevor sie für eine Hand voll Konzerte nach Deutschland kamen. Wie und ob sie ordentlich den Trockeneisnebel rockten, fanden wir für Euch heraus. 

 




 







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