Aktuelle Ausgabe


Sonic Seducer Eisbrecher Titelstory SONIC SEDUCER 02/2012

Die neue Ausgabe mit 384 Seiten inklusive Gratis-Sonderbeilage: Gothic Taschenkalender 2012 sowie "Cold Hands" CD- Compilation im Digisleeve.

CD mit Eisbrecher, L'Ame Immortelle, Lacuna Coil, [soon], Neikka RPM, Schlagwerk, Kite, New Roman Times, Diffuzion u.v.a.
Interviews & Stories mit Eisbrecher (Titelstory), Martin Gore & Vince Clarke, L'Ame Immortelle, And One, Fields Of The Nephilim, Evanescence, Oomph!, Lacuna Coil, Unheilig, Eluveitie, Megaherz, Epica, Xandria, Julien-K, The Beauty Of Gemina, Monica Richards, Tying Tiffany, Amorphis, Formalin u.v.a.

Ab 20.01.2012 im Handel oder jetzt im Online-Shop erhältlich!

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Sonic Seducer Jahresrückblick 2011
SONIC SEDUCER Jahresrücklick 2011

Die ultimative Retrospektive zum Szene-Jahr 2011 mit 39 Clips auf DVD inklusive dem zweiten Teil des offiziellen M'Era Luna Festival-Films 2011!

DVD: M'Era Luna 2011 - Der Film zum Festival Teil 2 mit exklusiven Liveclips und Interviews von und mit ASP, Within Temptation, Hurts, Blutengel, Project Pitchfork u.v.a. plus Bonusmaterial und weitere Clips von Evanescence, Eisbrecher, Paradise Lost, Lacuna Coil u.v.a.
Interviews & Features zu allen relevanten Acts des letzten Jahres plus die Trends 2011 und viele Specials

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SONIC SEDUCER 07-08/2003


Preis pro Einheit (Stück): €2,50 (inkl. 7 % MwSt. und Versand)


INHALT
CH 29: Flint "Piggy", Velvet Acid Christ "Collapsed", Ionic Vision "My Cell (Largest Room)", Funker Vogt "Lügner (rearranged)", Noise Process "Dying World (ESR Mix02)", Revolution By Night "Schadenfreude", Silent Waters "Compromise ´03", On The Floor "In Her Eyes", Ordo Rosarius Equilibrio "Serpent Kisses And Serpent Smiles Inside The Order Of Roses And Equilibrium", Coph Nia "To Fix The Shadow", Multimedia: VNV Nation "Pastperfect Trailer 3.0", Marilyn Manson "The Dope Show (acoustic live)" + Interview-Video (Teil 2), L'Ame Immortelle "Judgement (live)", Little Goth Girl - Animation, 24 Seiten Fetisch-Special, Flint, The Cure, Marilyn Manson, Type O Negative, And One, Dave Gahan, Wolfsheim, Phillip Boa, In Extremo, L'Ame Immortelle, Dimmu Borgir, Zeromancer, Killing Joke, Funker Vogt, Antimatter, Blackmail, Collide, Dreadful Shadows, Electronicat, Matt Elliott, Kinder der Nacht, Chris Liebing, Neon Dream, On The Floor, Schandmaul, Theory Of A Deadman, Void Construct, Das Zeichen, Velvet Acid Christ, Elis, Suicide Commando, Zeraphine, Within Temptation, 1972 + WGT 2003-Nachlese, M'Era Luna 2003 Programmheft


FLINT
Abrocken und sich wohlfühlen
Nein, es handelt sich hier längst nicht nur um das angewarnte Soloprojekt von Keith Flint, Front-Hörnchen von The Prodigy und Firestarter par excellence. Vielmehr nutzte dieser die Auszeit seit dem letzten, immerhin bereits 1997 erschienenen Album "The Fat Of The Land", um etwas zusammenzustellen, als das man die Mastermind-geführten Prodigy manchmal nur schwerlich bezeichnen konnte: Eine Band. Und die ist weit davon entfernt, als Platzhalter und bloße Bühne für das tobende Rumpelstilzchen Keith zu fungieren, bis Liam Howlett endlich wieder seinen Maschinenpark anschmeißt. Flint sind zu viert (zuweilen gar zu fünft, da die Band sich live den Luxus leistet, zwei Schlagzeuger zu beschäftigen), spielen photonengetriebenen Rock 'n' Roll britischer Prägung, bei dem die Bass-Saiten donnern, ein fettes Brat-Riff das nächste jagt und die Drums für seismographisch bedenkliche Ausschläge sorgen. Keith hat für Flint gar eigens das Gitarrespielen gelernt, Leadgitarrist der Band ist jedoch ein alter Bekannter: Jim Davies, ehemaliges Mitglied der unlängst aufgelösten britischen Ascheimer-Metaller Pitchshifter und bereits auf "The Fat Of The Land" gern gesehener Studiogast. Produziert hat ein Mann, der wissen muss, wie man zwei der engagiertesten Krawallmacher der englischen Musikszene anfasst, damit ein musikalisch hochwertiges Album dabei herauskommt, das trotzdem klingt, als wäre das Studio am Ende der Aufnahmen nur noch ein Schrotthaufen gewesen: Martin Glover, genannt Youth, legendärer Bassist der (passenderweise dieser Tage reaktivierten) Killing Joke, der sich in letzter Zeit zusammen mit Simon Posford als Celtic Cross eher durch wundersamen Psychedelic Ambient oder das Goa-Projekt Zodiac Youth hervortat, das er mit Grebo-Fossil Zodiac Mindwarp betrieb. Doch auch Youth kann noch hinter dem Mischpult rocken, wie er als Feuerwerksmeister des ersten Flint-Albums beweist. "Device #1" erscheint am 29. Juli und ist ein ohrenbetäubendes Gerät voller roher Rock-Power geworden, ein tolles Stop-and-go-Getöse ohne Gnade, Spielereien und Energiesparmodus. Angesichts des flammenden Infernos, das Flint auf "Device #1" lostreten, wird selbst der karnevaleske Punkrock-Rausschmeißer "Fuel My Fire", mit dem The Prodigy uns auf "The Fat Of The Land" damals leicht ratlos wieder in die normale Welt entließen, nachvollziehbar - ein plakatives Fuck-you-Stück aus Keiths lodernder Brandstifter-Seele als Vorbote einer Platte, die Rockmusik so zeigt, wie sie sein sollte: Disziplinierter Lärm, zielgerichtet, schnörkellos, kurz, knackig und bündig wie ein Faustschlag, nach dem es nichts mehr zu sagen gibt.


L'AME IMMORTELLE
Tote Augen können sehen, stumme Gebete werden erhört
Bereits im letzten Interview zwischen Studioterminen und Proben für die Tour zum Erfolgsalbum "Als die Liebe starb", welches auch die offiziellen Media Control Charts erklimmen konnte, kündigte Thomas Rainer verschmitzt an, dass man dieses Jahr schon bald mit einer neuen Veröffentlichung rechnen kann. Und in der Tat hat man sein Versprechen schnell eingelöst, denn nun erscheint demnächst das Box-Set "Disharmony Live", welches den Mitschnitt des Darmstädter Konzertes der Tour Anfang diesen Jahres auf Audio-CD und DVD enthält, die beide auch einzeln zu erwerben sind. Grund genug, mal nachzufragen bei Thomas Rainer und Sonja Kraushofer, die gerade erst von einem mehrwöchigen Studioaufenthalt in England zurückgekehrt waren.


VELVET ACID CHRIST
Marilyn Manson & Future-Pop
Bis zur Veröffentlichung des neuen Albums "Hex Angel (Utopia-Dystopia)" im August wird wohl noch etwas Zeit vergehen. Die großartige, sehr düstere Single "Pretty Toy" aber steht schon seit Juni in den Geschäften bereit, um von Liebhabern der düsteren elektronischen Musik in Augenschein genommen zu werden. In den einschlägigen Clubs wird der Song aber wohl aufgrund seines schleppenden Rhythmus kaum zu hören sein. Der Sound von Velvet Acid Christ ist ganz der alte geblieben. Auf Crazy-Bryan Erickson trifft dies nicht zu im Jahre 2003. Er präsentiert sich in diesen Tagen einmal mehr als geläutert, hat Drogen und Alkohol abgeschworen und schwört auf Sport und vegetarische Ernährung. Mehr dazu im folgenden, überraschend ernsthaften Interview.


TYPE O NEGATIVE
Zynismus schützt
Nein, so richtig überzeugend war es nicht, das letzte Album Type O Negatives. Dass "World Coming Down" keine wirklichen Hits enthält, darüber lässt sich hinwegsehen, zählt doch immer das Werk in seiner Gesamtheit. Die fünfte Veröffentlichung der New Yorker klingt auch heute noch zäh wie Lava, schwer und ungemein depressiv. Zugängigkeit? Fehlanzeige! Wo waren die hymnischen Momente vergangener Tage geblieben? Der Hörer wurde stattdessen von wattigen Morphiumwolken umnebelt, die Welt war nur noch abgedämpft hörbar, die Sicht von einem milchigen Schleier getrübt. Die wenigen eingängigen Passagen durchbrachen nur kurz die Oberfläche, um sich in der Folge noch tiefer in Depression zu ertränken. Jeglicher Anflug von Harmonie wurde sofort wieder dekonstruiert. Zurück blieb ein emotionaler Scherbenhaufen, der auf einen in sich fragmentierten Peter Steele, dem Komponisten der Songs, schließen ließ. Dies war in der Tat so, galt es doch den Tod seines Vaters und anderer ihm nahe stehender Personen zu verarbeiten. Aber auch von Schnee, Rauch, Rausch und anderen halluzinogenen Stimulanzen handelte "World Coming Down." Ergo ist es Peter Steele nicht wirklich übel zu nehmen, derartig Bedrückendem die entsprechende musikalische Form gegeben zu haben. Seitdem sind dreieinhalb Jahre vergangen. Man wusste nicht so recht, was von Type O Negative noch zu erwarten war. Würde sich ein neues Album der Brooklyner abermals des doomigen Gestus von "World Coming Down" bedienen? Nach diesem zentnerschweren Koloss war nicht mehr an die süßliche Lieblichkeit von "October Rust" oder die gotische Eleganz des Klassikers "Bloody Kisses" zu denken. Gewissermaßen verschmilzt das neue Album "Life Is Killing Me" vieles, was der Hörer von den letzten Alben kennt. Neu ist jedoch das befreite, losgelöste Flair. 

 




 







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